BER: groß, schön, leer

Der heutige Tag bot die letzte Gelegenheit, vor dem Lockdown noch einmal weiter als bis zum nächsten Edeka-Markt zu gelangen. Also auf zum Ort der Sehnsüchte, dem Tempel der Reisenden, dem Sprungbrett in die Ferne! Wir fliegen zwar nicht, aber angucken wollten wir uns den neuen Flughafen schon.Nun heißt er nach Willy Brandt, obwohl seinerzeit die CDU Marlene Dietrich oder Albert Einstein präferierte, wohingegen die Grünen den Tegeler Otto Lilienthal behalten wollten. Das gewünschte Kürzel BBI (Berlin Brandenburg International) ließ sich nicht durchsetzen, da es bereits an den indischen Flughafen Bhubaneswar vergeben war. Hier ein paar Impressionen von unserem Besuch:

Jakob Strobel y Serra fühlte sich in der FAZ beim Anblick des Terminalgebäudes an ein nordkoreanisches Tyrannenmausoleum erinnert, dabei hat sich der Architekt doch nur vor Mies van der Rohe verbeugt.

Der erste Eindruck, wenn man vom Parkplatz kommt.

„Der Fall Daidalos und Ikaros“ von Rolf Scholz. Die Skulptur erinnert an Otto Lilienthal und seinen Absturz mit dem von ihm entworfenen Fluggerät und ist vom Flughafen TXL mit in den BER gezogen.

Aufwärts unter dem „Fliegenden Teppich“ von Pae White.

Linker Hand eine Hommage an den Namensgeber, der hier ziemlich unmotiviert grinst.

Im Raum der Stille gibt es Abteilungen für verschiedene Religionen, hier Gebetsteppiche und der Koran für Muslime.

In einem der Bereiche hat man sich kürzlich verlobt.

Wohin soll’s denn gehen?

Blick von der Besucherterrasse: Stillstand. Wie man hört, wird zur Zeit nur die alte Startbahn des Schönefelder Flughafens, jetzt Terminal 5, benutzt.

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