Halbe Welt

Halbe mag manchem als Ort der so genannten Kesselschlacht zwischen dem 24. und 28. April 1945, die etwa 60 000Todesopfer forderte, ein Begriff sein. Viele der deutschen und sowjetischen Opfer wurden auf dem Waldfriedhof Halbe beigesetzt. Hier ruhen aber auch hingerichtete Deserteure der Wehrmacht, Zwangsarbeiter und Verstorbene aus dem sowjetischen Speziallager Ketschendorf. Seit 1990 gab es jeweils am Volkstrauertag Aufmärsche von Alt- und Neonazis in Halbe, bis 2006 das Versammlungsrecht auf Friedhöfen eingeschränkt wurde.

Inzwischen hat der Ort eine Sehenswürdigkeit ganz anderer Art aufzubieten: den Kaiserbahnhof, wo am letzten Sonntag die Ausstellung Halbe Welt eröffnet wurde. In der Region ansässige Künstler und Künstlerinnen haben zum Thema Krieg und Frieden Bilder, Objekte und Fotos bereitgestellt, die im alten Bahnhofsgebäude (neben dem Kaiserbahnhof), das in Zukunft einmal zum Esperantozentrum werden soll, ausgestellt werden. Noch sind die Räume erst provisorisch hergerichtet.

Jens Wollenberg, Herausgeber des UHU, einer regionalen Kulturzeitschrift, in der auch wir regelmäßig schreiben, bei der Eröffnungsrede.

Susanne Thaesler-Wollenberg, die die Ausstellung und die Veranstaltungswoche organisiert hat, bei der Führung. Die Presse (MAZ) ist auch zugegen.

Rolf Famulla protestiert gegen deutsche Panzer in Kriegsgebieten.

Susanne Thaesler-Wollenberg: Apokalypse

Susanne TH.-W.: Dies ist ein Mensch, ein Objekt für einen Schwarzlicht-Raum, das hier nur unvollkommen zur Geltung kommt.

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