Wiener Impressionen

Die Reichskrone, wichtigstes Teil der Reichskleinodien, gehörte neben der Lanze und dem Schwert zu den Insignien der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Seit 1800 wird sie in der Schatzkammer der Hofburg aufbewahrt.

Im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ist im Jubiläumsjahr eine Beethoven-Ausstellung zu sehen.

Wer im Griechenbeisl isst, befindet sich in illustrer Gesellschaft. Hier speisten schon Mozart, Beethoven,Wagner, Brahms, Mark Twain, Grillparzer, Rilke, Pavarottti, Phil Collins und viele andere illustre Gäste. Einige hinterließen ihre Autogramme. Einer der ersten war der Bänkelsänger, Sackpfeifer und Stegreifdichter Markus Augustin. 1679 soll er nach einem Saufgelage in der Gosse liegend aufgefunden  und als vermeintlich Verstorbener in eine Pestgrube geworfen worden sein, wo er dann wohl aus dem Rausch erwachte. Durch das Lied „O, du lieber Augustin“ wurde er unsterblich: „Geld ist weg, Mensch (= Mädchen) ist weg, alles ist hin.“ Im Durchgang neben dem Lokal befindet sich dieses Schild:

Dies ist nicht die Strudlhofstiege, die den großen Roman von Heimoto von Doderer inspirierte, sondern die Fillgrader Stiege, benannt nach der Glockengießerwitwe Marie Anna Fillgrader, die in der Nähe eine Stiftung für verarmte Bürger gründete.

Im Kunsthistorischen Museum: Weibliche Kriegsführung. Die geschockten Angreifer ergriffen tatsächlich die Flucht.

Frühstück im Café Schopenhauer: Wir nahmen Thomas Hobbes und Friedrich Hegel. Besonders gefiel allerdings Simone de Beauvoir: Espresso mit Zigarette oder gar Simone de Beauvoir reloaded: Espresso mit Nikotinkaugummi.

Unweit des Griechen-Beisls die Anker-Uhr im reinsten Jugendstil.

Die Wotruba-Kirche im Stadtteil Mauer – eine wohltuende Erholung vom allwaltenden Barock. Der Bildhauer Fritz Wotruba wollte „Etwas gestalten, das zeigt, dass Armut nicht hässlich sein muss, dass Entsagen in einer Umgebung sein kann, die trotz größter Einfachheit schön ist und auch glücklich macht.“ Die Kunsthistoriker sprechen von Brutalismus.

Wiener Humor in der Auslage der Buchhandlung Moravia.

 

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